Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Ein doppelter Epochenwechsel

Landrat Frank Matiaske verabschiedet Cornelia Fürpahs-Zipp M. A. als Betriebsleiterin der vhs Odenwaldkreis.

Erbach/Odw., 08.12.2016
Von Gabriele Lermann

VOLKSHOCHSCHULE Mit Übergang des Betriebs an die Kreisverwaltung ist der Abschied der Leiterin verbunden

ERBACH - Mit dem Übergang der seither als Eigenbetrieb des Kreises geführten Volkshochschule (VHS) in eine Abteilung der Kreisverwaltung schließt sich zugleich der Bogen einer persönlichen Bildungs- und Führungsgeschichte: Nach 13 Jahren an der Spitze der Akademie für lebenslanges Lernen wird Cornelia Fürpahs-Zipp die Leitung der Bildungseinrichtung abgeben. Die Verabschiedung seiner wichtigen Kultur- und Bildungsrepräsentantin hat der Odenwaldkreis nun im Landratsamt vollzogen.

„Sehr erlebnisreiche Jahre“ habe sie als VHS-Leiterin verbracht, resümierte Fürpahs-Zipp, die dem Odenwälder Landratsamt als Führungskräfte-Entwicklerin treu bleiben wird. Hier kann sie mit jener reduzierten Arbeitszeit tätig sein, mit der sie ihr Berufsleben abschließen will. Ausführlich berichtete die Leiterin zu ihrem Abschied von der Entwicklungsgeschichte der Odenwälder VHS, die sich im Jubiläumsjahr ihres 65-jährigen Bestehens befindet.

Qualitätsmanagement besonders wichtig

Als „A und O der Verwirklichung des Bildungsauftrages“ bezeichnete die scheidende Chefin ein profundes Qualitätsmanagement. Für den Erfolg der VHS stehe deshalb die 2005 erreichte Qualitätszertifizierung, später flankiert mit der Zuerkennung der Anerkennung für die Bundesbildungsprämie, der Teilnahme am Hessen Campus Odenwaldkreis (pädagogischer Tag für Lehrer und VHS- Bildungsbeauftragte) und dem Fördern der Qualitätsnetzwerkbildung in der Region Starkenburg.

„Fünfundsechzig Jahre VHS bedeutet noch lange keinen Ruhestand, sondern einen weiteren Weg auf zu neuen Ufern“, schaute Landrat Frank Matiaske in die Zukunft. Ziel der Übernahme als Kreisabteilung sei es, neuen Herausforderungen an die lebenslange Bildung gerecht zu werden. „Bildung und Weiterbildung müssen enger zusammenrücken“, so Matiaske. „In Zukunft wird es immer wichtiger werden, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen. Die VHS wird künftig noch mehr in die Weiterqualifizierung eingebunden sein.“

Wie die Ansprache Matiaskes verdeutlichte, war die Leitungsstelle der VHS in ihren letzten beiden Jahrzehnten als Eigenbetrieb von einer Frau mit besonderer Laufbahn und Kompetenz besetzt: Die Breubergerin Cornelia Fürpahs-Zipp war als Schalterbeamtin bei der Bundespost ins Berufsleben eingestiegen und hatte sich mit einem Studium der Politikwissenschaften weiter qualifiziert, woraufhin sie zur Deutschen Postgewerkschaft und später in das Weiterbildungsmanagement der Telekom wechselte. Am 1. August 2003 übernahm sie die Leitung der VHS Odenwaldkreis. Baldur Schmitt, Ehrenvorsitzender der Hessischen Volkshochschulen, bescheinigte Fürpahs-Zipp, sich nicht nur für die Qualität der VHS Odenwald, sondern auch überregional für die Erwachsenenbildung starkgemacht zu haben. Barbara Ulreich, Geschäftsführerin des Vereins Weiterbildung Hessen, hob besonders das politische Engagement der Odenwälderin hervor. Menschen zur konsequenten politische Verantwortung zu führen, sei Fürpahs-Zipp immer sehr wichtig gewesen.

Kritische Reflexion besonders gewürdigt

Wie Ulreich lobte Professor Gerd Schröder, Dozent an der VHS, die kritische Reflexion, die Fürpahs-Zipp stets in ihren Bildungsauftrag eingebunden sah. Zu wachsen und stärker motiviert zu sein, hierzu habe die Leiterin motiviert, ergänzte Kollege Dr. Peter Sattler (Unter-Mossau). Für die südhessischen Volkshochschulen bedankte sich Heinrich Krobbach, Leiter der VHS Kreis Groß-Gerau, bei Fürpahs-Zipp. Gerade in einer Zeit wie heute, in der Ängste und Irrationalität zunehmen, spiele die VHS nicht nur als Stätte der Bildung, sondern auch als Ort der Ruhe, eine zunehmend wichtige Rolle. Harald Staier, DGB-Kreisvorsitzender, dankte der Leiterin insbesondere für die gute Zusammenarbeit beim Projekt „Arbeit und Leben“ und im Einsatz für die Flüchtlingshilfe.

„Für mich ist es kein Abschied“, hob Britta Bönsel, Personalratsvorsitzende in er Kreisverwaltung, auf die Zukunft der scheidenden Leiterin in der Kreisverwaltung ab. Für das gesamte VHS-Team bedankte sich Jürgen Bartmann. Mit lyrischen Texten und Liedern sowie Gitarre umrahmte Dr. Burkhard Engel (Cantanon-Theater Erbach) das Programm.

 

Weiterbildung im Odenwald mobil finden - Hessische Weiterbildungsdatenbank und Volkshochschule verbinden sich per App

Barbara Ulreich, Geschäftsführerin von Weiterbildung Hessen e.V. und Betriebsleiterin Cornelia Fürpahs-Zipp, anlässlich einer Feierstunde in der VHS.

Erbach/Odw., 05.12.2016 – Betriebsleiterin Cornelia Fürpahs-Zipp macht Kooperation zwischen VHS und Weiterbildung Hessen e.V. möglich.

Wer eine Weiterbildung bei der Volkshochschule Odenwaldkreis sucht, wird in der Hessischen Weiterbildungsdatenbank jetzt auf jeden Fall fündig. Mit der neu eingerichteten Schnittstelle zur mobilen App OpenVHS stehen die Kurse der VHS Odenwald stets aktuell auf dem Portal zur Verfügung. Die Einrichtung hatte ihre Daten testweise über die App an die Datenbank übertragen. So konnte überprüft werden, dass das Kursangebot übersichtlich dargestellt wird und Weiterbildungssuchende sofort fündig werden. „Die VHS Odenwaldkreis ist bundesweit die erste Volkshochschule überhaupt, die die Verbindung von der App zur Weiterbildungsdatenbank nutzt“, sagte Barbara Ulreich, Geschäftsführerin von Weiterbildung Hessen e.V., anlässlich einer Feierstunde in der VHS. „Frau Fürpahs-Zipp hat nicht lange gezögert und durch den Testlauf entscheidend zum Erfolg des Projekts beigetragen. Jetzt können andere hessische Volkshochschulen denselben Weg gehen und ihr Angebot nahezu tagesaktuell auf unserem Portal zeigen“, so Ulreich weiter.

Die Feierstunde fand anlässlich der Umwandlung der „Akademie für lebenslanges Lernen – Volkshochschule Odenwaldkreis“ in eine Abteilung der Kreisverwaltung statt. Gleichzeitig wurde Cornelia Fürpahs-Zipp nach 13 Jahren als Betriebsleiterin verabschiedet.

Kurse der VHS stets aktuell abrufen

Nach dem Vorbild Odenwaldkreis können auch andere Volkshochschulen eine direkte Verbindung zur Hessischen Weiterbildungsdatenbank erhalten. Für Nutzerinnen und Nutzer heißt das: wer auf www.hessen-weiterbildung.de nach Weiterbildung sucht, findet immer auch das aktuelle VHS-Angebot. Alle wichtigen Informationen zum Kurs sind im Portal zu sehen, und wer mehr Informationen will, geht mit einem Klick weiter auf die Seite der VHS. Für die Volkshochschulen bedeutet die automatische Datenübertragung weniger Arbeit und zusätzliche Werbung für ihr Angebot. Das Projekt wurde gemeinsam mit der STTI GmbH, Erbach, umgesetzt. Auch in anderen Bundesländern gibt es Kursportale wie die Hessische Weiterbildungsdatenbank. Nach dem hessischen Vorbild könnten auch die Volkshochschulkurse anderer Regionen bald automatisch an diese Portale übertragen werden.

Das ganze Spektrum der Weiterbildung

In der Hessischen Weiterbildungsdatenbank können Bildungsinteressierte rund 18.000 Kurse von über 800 hessischen Anbietern recherchieren und vergleichen. Von beruflicher Weiterbildung wie Prüfungsvorbereitung oder Fachkursen bis hin zu privater oder politischer Fortbildung – die Datenbank deckt alle Bildungszweige ab. Zusätzlich zeigt die Website, welche Finanzierungsmöglichkeiten und Beratungsstellen es für Weiterbildung gibt.

Der Verein Weiterbildung Hessen e.V.

Weiterbildung Hessen e.V. wurde im Oktober 2003 auf Initiative von 50 hessischen Weiterbildungseinrichtungen und dem hessischen Wirtschaftsministerium gegründet. Dem Verein gehören aktuell 320 Bildungseinrichtungen an. Ziel ist die Förderung der Qualität in der Weiterbildung. Der Verein vergibt die Gütesiegel „Geprüfte Weiterbildungseinrichtung“ und „Geprüfte Einrichtung für Bildungsberatung“. Als unabhängige Branchenvereinigung betreut Weiterbildung Hessen e.V. im Auftrag des Landes Hessen das Projekt „ProAbschluss“, die Förderung von Weiterbildung durch Qualifizierungsschecks, das Projekt Infomobil und die Hessische Weiterbildungsdatenbank. Der Verein wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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